Bei der großen Klimaschutz-Demonstration bei Lützerath mit ca. 35.000 Teilnehmenden am vergangenen Samstag (14.01.2023) waren auch Aktivist:innen der Klimagerechtigkeitsbewegung aus Hamm und Beckum dabei.

Anne Bussmann vom Solarenergie Förderverein (SFV) Infostelle Ost-Münsterland hatte ab Bf. Neubeckum einen Bus organisiert, der nach einem Zwischenstopp in Hamm mit 50 Personen voll besetzt war. Der Demonstrationszug führte in friedlicher Stimmung trotz Uselwetter mit Sturm und Regen über die Ortschaft Keyenberg zur Abschluss-Kundgebung bis kurz vor das abgeriegelte Dorf Lützerath. Auf der Abschluss-Kundgebung sprach unter anderem auch Greta Thunberg, die international bekannte schwedische Umweltschützerin.

Die Demonstration richtete sich unter anderem gegen die Räumung und den Abriss von Lützerath und forderte einen bundesweiten Kohleausstieg, der mit dem 1,5 Grad Ziel kompatibel ist. Das rheinische Braunkohlerevier ist die größte CO2-Quelle Europas. Allein im Tagebau Garzweiler plant der Energiekonzern RWE den weiteren Abbau von 280 Millionen Tonnen des Klimakillers Braunkohle. Damit droht das Ziel von maximal 1,5 Grad Erderwärmung in weite Ferne zu rücken [popup_trigger id="24116" tag="a"] [/popup_trigger]. Daher forderte der Widerstand mit Transparenten, Fahnen und Sprechchören, dass die Kohle unter Lützerath im Boden bleibt und die weitere Zerstörung von Häusern, Bauernhöfen, Denkmälern, Friedhöfen, Kirchen, wertvollem Ackerboden und Infrastruktur sofort gestoppt wird.
Die nachfolgend aufgezählten Organisationen und zahlreiche weitere Organisationen unterstützten den Aufruf zur Demonstration:
- Lützerath-Aktionsgruppe Warendorf (E-Mail Joachim)
- Solarenergie Förderverein (SFV) Infostelle Ost-Münsterland
- „Lützerath Lebt!“
- Fridays For Future Deutschland
- „Alle Dörfer bleiben“
- Greenpeace Deutschland
- Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
- Campact
- Europe Beyond Coal
- Naturschutzjugend NRW
Beitragsbild: Die Halbinsel Lützerath am 09.01.2023